Skip to Content

Die jüdische Identität und ihre Folgen auf den Nahostkonflikt



Seminar:  Abraham Melzer
Ort: Mozaik, Stauffacherstrasse 101 A, 8004 Zürich.
Datum: 20 Juni Sonntag
Zeit: 14.00
Nach der Veranstaltung gibt es im Mozaik Abendessen


 

Leider verliert der sogenannte „Nahostkonflikt“ nichts von ihrer Aktualität. Weiterhin bestimmt die Gewalt grundsätzlich das ganze Geschehen. Israel ist nicht bereit, die besetzten Gebiete zurückzugeben und wendet masslose Gewalt an, mit der Begründung, dass ihre Existenz bedroht ist. In dem mit einerMauer umzingelten Palästina herrscht Auswegs- und Hoffnungslosigkeit.

Mozaik setzt die Vortragsreihe über Palästina mit einem Referat von Abraham Melzer fort.

Der Verleger und Herausgeber der Zeitschrift Semit beschäftigt sich als kritischer Jude seit langem mit dem Geschehen in Palästina und Israel und mit der Identität des jüdischen Volkes. Im Vortrag in Mozaik wird Abraham Melzer unter anderem auf den Anspruch des israelischen Staates auf das ganze Palästina, welcher mit dem Exodus aus dem gelobten Land begründet wird, eingehen.

Er vertritt, anlehnend an Shlomo Sand, die These, dass die heute in Israel lebenden Juden keine Nachfahren von Bewohner Judäas zur Zeit des Ersten und Zweiten Tempels seien, sondern Abkömmlinge diverser Bevölkerungsgruppen aus verschiedenen Bereichen des Mittelmeerraumes. Er ist der Ansicht, dass nicht ein jüdisches Volk, sondern die jüdische Religion sich ausgebreitet hat. Wenn es überhaupt eigentliche Juden gäbe, dann als arabische Palästinenser.

Abraham Melzer wird in der Veranstaltung das oben erwähnte Geschichtsverständnis näher erläutern und davon ausgehend das aktuelle Geschehen in Palästina kommentieren.

Die Veranstaltung findet zweisprachig, in Deutsch mit türkischer Übersetzung, statt.

Empfohlenes Buch:
Die Erfindung des jüdischen Volkes, Shlomo Sand,
Propylaen, 2010.

 

Wer ist Abraham Melzer?

 

Abraham Melzer ist in Israel aufgewachsen und hat dort die Volksschule beendet.

1958 kam er mit seinen Eltern nach Deutschland, wo er das Gymnasium besucht und eine Verlagsausbildung gemacht hat.

Er kehrte für kurze Zeit nach Israel zurück, um seinen Armeedienst zu leisten.
Seitdem lebt er als Verleger in Deutschland.

Seit mehreren Jahren gibt er die Zeitschrift SEMIT heraus und verlegt Bücher zum Nahost-Konflikt, wie z.B. den UN-Report von Richard Goldstone oder das Buch „Frieden kein Apartheid“ von Jimmy Carter.